Der Bezirksmittelstandstag der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Württemberg-Hohenzollern stand in diesen zwei Jahren ganz im Zeichen von Kontinuität, politischem Austausch und dem klaren Bekenntnis zu einer starken Stimme des Mittelstands. Rund 25 stimmberechtigte Mitglieder kamen am 8. Juni in Reutlingen zusammen, um die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen.
Bereits zur Eröffnung machte der Bezirksvorsitzende Joachim Fauser deutlich, welche Bedeutung der Mittelstand für die Region besitzt. Er bezeichnete die mittelständischen Unternehmen als „Rückgrat unserer Wirtschaft“ und dankte den Mitgliedern für ihr ehrenamtliches Engagement innerhalb der MIT.
In den anschließenden politischen Grußworten standen die aktuellen Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft im Mittelpunkt. Dr. Max Menton MdL (nach wie vor Arzt an der Universitätsfrauenklinik Tübingen), selbst aus einem mittelständischen Familienbetrieb stammend, betonte die besondere Rolle der MIT innerhalb der CDU. Die Vereinigung müsse weiterhin die Anliegen der Unternehmerinnen und Unternehmer mit Nachdruck vertreten und auch unbequeme Themen offen ansprechen.
Manuel Hailfinger MdL hob in seinem Grußwort die Bedeutung des Mittelstands als tragende Säule der deutschen Wirtschaft hervor. Nach den abgeschlossenen politischen Weichenstellungen gelte es nun, die parlamentarische Sacharbeit in den Mittelpunkt zu rücken. Trotz aller Herausforderungen sprach er von einer spürbaren Aufbruchsstimmung und zeigte sich optimistisch für die kommenden Monate.
Die anschließende Fragerunde nutzten die Mitglieder für einen offenen Austausch mit den anwesenden Abgeordneten. Diskutiert wurden unter anderem die Auswirkungen geplanter Gesetzesvorhaben, Erwartungen an die politische Verlässlichkeit der Union sowie die Frage, wie wirtschaftspolitische Themen künftig noch stärker in den Fokus rücken können. Einigkeit bestand darüber, dass die Politik die Realität in den Unternehmen noch stärker berücksichtigen müsse.
Wirtschaftspolitik ist Kernthema
In seiner kurzen Ansprache an die anwesenden Mittelständler berichtete der kürzlich in den Bundestag nachgerückte Abgeordnete Christoph Naser über seine ersten Erfahrungen in Berlin und warb für die Bereitschaft zu notwendigen Reformen. Entscheidend sei ein klares Zukunftsbild: Ein wirtschaftlich handlungsfähiger Staat verbunden mit einem verantwortungsvollen Sozialstaat.
Auch in der abschließenden Aussprache wurde deutlich, dass die wirtschaftspolitische Ausrichtung die zentrale Aufgabe der Regierungen im Land und im Bund werden muss.
Die Mitglieder waren sich einig, den Dialog mit allem Nachdruck zu führen und die Anliegen des Mittelstands noch entschlossener in die politischen Entscheidungsprozesse einzubringen.
Im Rahmen der Rechenschaftsberichte zog Joachim Fauser eine positive Bilanz der vergangenen beiden Jahre. Neben zwei Klausurtagungen und sieben Vorstandssitzungen verwies er auf zahlreiche Veranstaltungen in den Kreisverbänden, die den direkten Austausch mit Mitgliedern und Unternehmen ermöglicht hätten.
Schatzmeister Andreas Hintz stellte die Finanzentwicklung der Jahre 2024 und 2025 vor. Die Kassenprüfung bestätigte eine anstandslose Buchführung. Im Anschluss wurde die gesamte Vorstandschaft einstimmig entlastet.
Beiden turnusgemäßen Wahlen erhielt Joachim Fauser erneut das Vertrauen der Delegierten und wurde mit großer Mehrheit als Bezirksvorsitzender bestätigt. Zu seinen Stellvertretern wurden Stefan Buhmann, Dr. Gerd Gaiser und Achim Rieger gewählt. Andreas Benz übernimmt künftig das Amt des Schatzmeisters, von dem sich Andreas Hinz nach langjähriger Tätigkeit nun trennt. Komplettiert wird der Vorstand durch weitere Funktionsträger und Beisitzer, die die Arbeit der MIT in den kommenden Jahren mitgestalten werden. Darüber hinaus wählte die Versammlung ihre Delegierten für den Landes- und Bundesmittelstandstag. Positiv hier hervorzuheben, dass alle Anwesenden die Veranstaltung durch Impulse, Denkanstöße, sachliche Beiträge oder auch Wünsche an die Abgeordneten bereicherten.
Einen emotionalen Höhepunkt erlebte die Versammlung zum Abschluss: Auf Vorschlag von Joachim Fauser wurde Andreas Hintz in Anerkennung seines langjährigen und engagierten Wirkens einstimmig zum Ehrenmitglied der MIT Bezirk Württemberg-Hohenzollern ernannt. Die Delegierten würdigten diese Entscheidung mit langanhaltendem Applaus.
Mit dem Bezirksmittelstandstag sendete die MIT Württemberg-Hohenzollern ein deutliches Signal: Der Mittelstand braucht eine starke politische Stimme – und die MIT muss diese Rolle weiterhin engagiert, konstruktiv und mit klarem wirtschaftspolitischem Profil einfordern.

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